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Aktuelle Foodtrends – Souping, Brinner, Meal Prep & Co.

Während Smoothie Bowls, Overnight Oats, Chia und Co. zwar immer noch gerne auf dem Tisch landen, haben sich neue kulinarische Trends dazu gesellt. Auch wenn sich weiterhin ein Boom zu einer vegetarischen und veganen Ernährung durchsetzt, sind nicht alle Neuentdeckungen im Rahmen eines rein pflanzlichen Speiseplans geeignet. Folgender Beitrag gibt einen Überblick, was in Großstädten und hippen Läden momentan besonders gerne über die Theke wandert oder zu Hause serviert wird.

Daily Detox – Entgiftung neu interpretiert

Das boomende Detox-Phänomen scheint in Zeichen von belastetem Essen, Zuckerbomben, Stress und ungesunden Lebensstilen mit Rauchen, Alkohol und Medikamenten nicht abzureißen. Dabei liegt das Interesse weiterhin auf Getränken à la ‚Daily Detox Drink‘. Also weg von der jährlichen Entgiftungskur hin zu täglichen Detox-Drinks mit Ingwer, Tee, Apfelessig und Co. Diesbezüglich sind Grüne Smoothies auch weiterhin beliebt, sodass morgendlich eifrig chlorophyllhaltige Zutaten wie Spinat, Kräuter und Co. – im Mix mit vitaminreichem Obst – in den Turbomixer wandern.

Brinner – Der Gegenspieler zum Brunch

Dieser neue Foodtrend richtet sich an alle, die es bereits morgens herzhaft mögen. Denn das Brinner ist ein Mix aus Breakfast und Dinner, so dass das Abendessen als erste Mahlzeit des Tages serviert wird. Für Vegetarier oder vegan lebende Personen ist dieser Trend eher weniger interessant, da mit Vorliebe fleischige Burger, üppige Sandwiches, Frittiertes wie Hähnchen, Chorizo oder sogar ein feuriges Chili angeboten werden. Allerdings lassen sich diese pikanten Rezepte auch rein pflanzlich – Saitan- oder Tofuwürstchen und Co. sei Dank – zubereiten.

Das Comeback der Suppe – Foodtrend Souping

Im Mittelpunkt stehen Detox-Suppen als neuer Konkurrent zu entgiftenden Smoothies. Die Devise heißt also Löffel statt Strohhalm. Alle, die auf wärmende Kost samt flüssiger bzw. cremiger Konsistenz stehen, komme dank des Trends Souping voll auf ihre Kosten. Anstatt eintöniger Kohlsuppen-Diäten stehen selbst zubereitete Varianten à la Clean Eating im Fokus. Für antioxidative bzw. zellschützende Effekte sorgen allen voran sekundäre Pflanzenstoffe. In diesem Zusammenhang sind farbenfrohe Gemüse wie Hokkaido, Brokkoli, Möhren oder Tomaten besonders beliebt. Natürliche Aromen wie Knoblauch, Chili, Ingwer, Zwiebeln, frische Kräuter oder Curcuma bringen nicht nur einen intensiven Geschmack, sondern auch ein gesundes Potential auf den Suppenteller. Wer Cremesuppen favorisiert, kann die gegarten Zutaten einfach im Standmixer pürieren.

Wer sein Süppchen lieber unterwegs isst, kann sich seine flüssige Suppe à la ‚to go‘ mitnehmen und im Büro erhitzen oder auf urbane Suppenküchen ausweichen. Ein weiterer Vorteil: eine Suppe passt zeitlich exzellent in die oft kurze Mittagpause zwischen Meetings und Co. Eine knusprige Scheibe Vollkornbrot dazu und fertig ist – je nach Rezeptur – eine ausgewogene Mahlzeit, die sich insbesondere in der kälteren Jahreszeit von Herbst bis Frühjahr großer Beliebtheit erfreut. Im Sommer sind auch fruchtige, kalt servierte Suppen der Hit. Beide Varianten – egal ob lieblich oder herzhaft – können auf Wunsch mit einem crunchy Topping aus Nüssen, Mandeln und Samen vollendet werden.

Ayurveda goes hip

In Abhängigkeit der Konstitutionen bzw. der drei Doshas Vatta, Pitha und Kapha werden solche Speisen serviert, die individuell für mehr Wohlbefinden sorgen sollen. Dabei kommen köstliche Kreationen heraus, die je nach Rezeptur wärmende oder kühlende und aktivierende oder beruhigende Effekte initiieren. Entsprechend werden die Speisen warm oder kalt serviert und intensiv mit Zimt, Curcuma und weiteren Gewürzen verfeinert.

Gegenspieler zu Clean Eating, Rohkost und Healthy Food

In Zeiten, in denen sich viele klar für ein bewusstes Essverhalten entscheiden und sich klar gegen Massenproduktionen und die Ausbeute von Umwelt und Tieren positionieren, entwickeln sich auch Gegentrends. In diesem Sinne boomen riesige Snacks à la ‚Monster Shakes‘, Zucker- und Fettbomben, XXL-Pommes im Käsemantel und Fleisch ‚All u can eat‘, wobei Vergleiche mit amerikanischen Fastfoodketten ganz sicher nicht von der Hand zu weisen sind.

Gemüse meets Joghurt

Ein weiterer neuer Trend, der sich noch am Anfang befindet, ist das Verfeinern von Joghurt mit lieblichen Gemüsesorten wie Süßkartoffeln, Möhren oder Roter Bete. Dadurch kommt nicht nur eine Extraportion Farbfrische ins proteinreiche Glas, sondern auch sekundäre Pflanzenstoffe. Für ein harmonisches Geschmackserlebnis eignen sich Kombinationen aus saisonalem Obst, Gemüse und einem Topping aus karamellisierten Nüssen.

Meal Prepping – Gesundes Essen trotz stressigem Alltag

Wer sich ausgewogene und vollwertige Speisen trotz knapper Zeit wünscht, könnte mit diesem Foodtrend à la ‚Meal Prep‘ liebäugeln. Es geht darum, das Mittagessen und oder das Abendessen direkt für eine Woche vorzubereiten. Also nur einmal einkaufen und dann in einem Rutsch alles frisch zubereiten, kühl stellen oder einfrieren und je nach Bedarf auftauen. Auch Einmachgläser können portionsweise bestückt werden. Noch einfacher wird es, wenn man beispielsweise die gleiche Mahlzeit einmal mittags und am nächsten Tag abends genießt. Wer saisonale Zutaten bevorzugt, kann aus regionalem Gemüse gleich mehrere Gerichte – und noch dazu preiswerter – zubereiten. Spargel schmeckt im Frühling beispielweise klassisch zubereitet, aber auch als Risotto, zu Pasta oder als Cremesüppchen. Und Hokkaido funktioniert im Herbst und Winter nicht nur als Suppe, sondern auch gebacken, als süß-saures Relish oder italienisch à la Pastasoße. Einfach frische Zutaten mit vollwertigen Trockenprodukten wie Hirse, Vollkornreis, Bulgur, Vollkornnudeln oder Kartoffeln kombinieren und vor dem Servieren mit frischen Kräutern vitaminreich abrunden.

Meal Prep

Meal Prep ©iStockphoto/Wiktory

Bowls die zweite – Gesunder Genuss aus einer Schüssel

Der Trend, verschiedene Zutaten in einer Schüssel zu kombinieren ist nicht neu. Allerdings kommen immer neuere, hippe Kreationen dazu, so dass keinesfalls Langeweile aufkommt. Wer seine Bowls à la Clean Eating mit Superfood aufpeppt, auf eine kunterbunte Rezeptur achtet und Gemüse, Obst und Salat den Vorzug gibt, liegt in puncto Vollwert Gold richtig. Dabei fließen mit Vorliebe internationale Zutaten in die Bowls, so dass sich Feinschmecker beispielsweise die natürlichen Aromen Asiens, Südamerikas oder Italiens in die Schüssel zaubern können.

Blitzschneller Pizzagenuss à la India – Naan-Pizza

Dieser kulinarische Trend kombiniert die italienische und die indische Küche. Für alle die Pizza lieben, aber TK-Ware ablehnen und abends nach einem stressigen Tag keine Zeit haben, stundenlang auf den Hefeteig zu warten, können diesen Foodtrend mal ausprobieren. Einfach ein Naan-Brot nach Herzenslust mit Tomatensoße, Knoblauch, Zwiebeln und Mozzarella belegen und ab in den Ofen. Noch mit frischem Basilikum oder Rucola vollenden und genießen. Einfach mal bei Pinterest vorbeischauen und sich von den köstlichen Kreationen inspirieren lassen.

Jackfrucht – ‚Fleischgenuss‘ für Veganer

Wer sich eine fleischfreie Alternative zu Tofu oder Saitan wünscht, sollte mal eine Jackfrucht ausprobieren. Das unreife Fruchtfleisch ähnelt in der Konsistenz Hähnchen und lässt sich ähnlich verarbeiten. Auch als pflanzlicher Gegenspieler zu ‚Pulled Pork‘ ist die exotische Frucht der Renner unter vegetarischen Foodies. Die zerkleinerte Frucht kann beispielsweise gebraten, gegrillt oder auch gedünstet werden. Je nach Wunsch können daraus belegte Burger oder Sandwiches, Currys oder Woks zubereitet werden. Wer es lieblich bevorzugt, kann die reife Frucht hingegen für Desserts verwenden.

Sushi Burrito – Mexikanisches Sushi to go

Der Foodtrend ‚Sushi meets Burrito‘ vereint die japanische Sushikunst mit mexikanischen Burritos. Die saftig mit Fisch, Hähnchen, Sushireis und Gemüse oder Obst gefüllten maritimen Burritos samt Hülle aus Noriblättern können direkt von Hand – ohne Stäbchen – gegessen werden. Natürlich lässt sich dieses raffinierte Trendfood auch vegetarisch oder vegan – auf Wunsch mit Räuchertofu oder einer Jackfrucht – zubereiten. Während sich als Gemüse beispielsweise Gurke oder Möhre eignen, können auch fruchtige Komponenten wie Mango eingewickelt werden. Für einen besonderen Genuss sorgen Frischkäse oder Avocadocreme und crunchy Erdnüsse.