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Rührei im Ei – Mal was Neues auf dem Frühstückstisch

Das goldene Ei zum Selbermachen

Möglicherweise ist auch diesmal wieder eine Erfindung, die niemand wirklich braucht. Dennoch haben mehr als 3.500 Investoren bereits insgesamt über 100.000 US-Dollar gesammelt, um ein neues Küchengerät zur Marktreife zu bringen, das Rührei noch innerhalb der intakten Eierschale herstellen kann.

Es geht um das einfachste Gericht der Welt

Vielleicht gerade deshalb versprechen sich die Investoren durch das Rührei im Ei so immensen Gewinn, denn seit alters her gehört das Rührei zu jenen Gerichten, die auch jeder Student oder unbeholfene Hausmann beherrscht. Mit dem „goldenen Ei“ geht dann vieles noch einfacher und schneller, denn da brennt nichts mehr an, und es muss auch keine stinkende Pfanne mehr nach tagelangem Warten sauber gekratzt werden.

Die Erfindung mit der Bezeichnung „Golden Egg“ kommt aus den USA, woher sonst? Wie so vieles beruht auch die Revolution des Rühreis auf einem einfachen physischen Trick, der vor allem die erstaunliche Wirkung der Zentrifugalkraft ausnutzt. Dabei wird das Ei in einer Weise beschleunigt, dass sich das Eigelb und das Eiweiß bereits innerhalb des Eiraums miteinander homogen durchdringen. Dadurch entsteht Rührei im Ei.

Diese Prozedur dauert nur 15 Sekunden, das ist in der Pfanne kaum zu schaffen. Und der Geschmack wird von den Erfindern als „reichhaltig und fein“ beschrieben, wobei es sich vom alt hergebrachten Rührei durchaus unterscheidet, was wohl hauptsächlich am fehlenden Bratfett liegt.

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Das goldene Ei als diätisches Lebensmittel für den perfekten BMI

Wer seinen Body Mass Index (BMI) wieder ins rechte Lot bringen möchte, kommt oftmals um eine Diät nicht herum. Effektiv abnehmen, ohne hungern zu müssen, kann man zum Beispiel mit jenen Diätvarianten, die auf eine vermehrte Eiweißzufuhr bei gleichzeitig totalem Verzicht auf Kohlenhydrate bauen. Das Golden Egg, bei dem vollständig auf Bratfett verzichtet wird, ist auch in diesen Fällen eine wohlschmeckende Bereicherung des eingeschränkten Speiseplans und führt uns im Nu unserem angestrebten Body Mass Index zu.

So kann jeder jederzeit sein Golden Egg selbst machen

Wie oben bereits erwähnt, muss das Ei gewissen Zentrifugalkräften ausgesetzt werden, aber wie kann man das ohne das neue Küchengerät bewerkstelligen? Damit das Ei schließlich nicht an der Wand zerplatzt und sich als ekliger Schleim über das schöne Stillleben ergießt, wird es in die Mitte eines länglichen Stoffs gelegt, das kann zum Beispiel ein beinlanger Strumpf oder ein T-Shirt sein. Rechts und links des Eis wird der Stoff abgebunden, damit das Ei seinen Platz in der Mitte behalten muss.

Dann fassen wir diesen länglichen Stoffschlauch mit beiden Händen an den Enden an und halten ihn ungefähr in Brust- oder Bauchhöhe waagerecht vor uns. Durch Annäherung der Hände hängt das Gebilde etwas nach unten wie eine Hängebrücke durch. Wir beginnen, damit, vorsichtig nach vorne und hinten zu schaukeln, bis wir endlich den totalen Überschlag hinkriegen und diesen sogleich auch mehrfach umrunden. Wenn wir dabei dann die Arme kräftig auseinanderziehen, entsteht vor unseren Augen eine erstaunlich schnelle Drehung, gerade so, wie bei einer Pirouette.

Diese sportliche Übung wiederholen wir jetzt mehrfach, sodass innerhalb des Eies dabei genau jener Prozess der homogenen Durchdringung von Eigelb und Eiweiß stattfindet.

„The Golden Goose“ als echtes Hilfsmittel

Wem das alles viel zu mühsam ist, verwendet „die goldene Gans, die goldene Eier legt“. Es handelt sich dabei um einen Plastikbehälter, der aus zwei weichen Schalen besteht. An jeder Schale ist eine Nylonkordel mit einem Griff befestigt. Das Ei wird hinein gelegt, und die Kammer wird mit einem Scharnier geschlossen. Jetzt werden die Griffe abwechselnd in verschiedene Richtungen (horizontal oder vertikal) gezogen. Je mehr die Richtungen gewechselt werden, desto homogener wird nach ca. 15 Sekunden das Ei im Inneren durchmischt sein.

Alles spricht für eine Erfolgsgeschichte

Schnell zeigte sich, dass die Internet-Community vom Golden Egg begeistert und überzeugt ist. Das avisierte Spendenziel von 30.000 US-Dollar, das das Start-up-Unternehmen für die Installation einer Massenproduktion abgeschätzt hatte, wurde in sehr kurzer Zeit deutlich übertroffen. Und immer mehr Nutzer wollten ihren finanziellen Anteil zum Erfolg beitragen. Inzwischen zählen wir mehr als 3.500 Projektbeteiligte, die dafür schon fast 115.000 US-Dollar zusammengetragen haben.

Jeder kann mithelfen

Noch ist diese Kampagne übrigens nicht vorbei. Das Finanzierungskonzept sieht vor, dass alle Spender ein Geschenk von dem neuen Unternehmen erhalten werden. Wer zum Beispiel bisher mehr als 24 US-Dollar überwies, wird im Oktober dieses Jahres einen eigenen „Golden Goose“ erhalten. Aber auch höhere Spenden könnten sich lohnen. Falls das frischgebackene Unternehmen finanziell sehr gut ausgestattet wird, könnte sich für dieses Produkt eine weltweit marktbeherrschende Stellung ergeben, entsprechend großzügig könnten die Geschenke für die Geldgeber ausfallen.

Das hartgekochte Rührei

Das hartgekochte Rührei

Wer sich selbst mit dem Gedanken trägt, ein derartiges Start-up gründen zu wollen, sollte vielleicht etwas tiefer in die Tasche greifen, denn wer mehr als 2.300 US-Dollar spendet, wird von dem erfolgreichen Entwicklerteam in die USA eingeladen, um von ihm über die Möglichkeiten der konkreten Umsetzung des eigenen Projekts professionell beraten zu werden.

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