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Coole Rezepte für Jungs und Mädels oder Teenies an den Herd

Langeweile und Pizzaservice war gestern. Jetzt beginnt bei Teenies der Kochspaß. Bunte Spieße, scharfe Häppchen, süße Kleinigkeiten und coole Getränke – das schmeckt nicht nur gut, sondern kommt auch bei Kumpels und Mädels aus der Klasse gut an.

Spätestens seit Jamie Oliver wissen es (wieder) viele: Kochen kann kreativ und cool sein. Zwei frisch und modern gestaltete Rezept-Bücher richten sich gezielt an Teenies und wollen sie zum selber kochen animieren. „Licence to cook“ hat der fünfzehnjährige Sam Stern für Teens wie er selbst geschrieben, die gerne kochen oder es lernen möchten. Es enthält viele einfache Rezepte, die ihm und seinen Freunden schmecken.

Die Ökotrophologin Susanne Klug, Initiatorin der Münchner Kinderküche, hat in ihrem Band „Wir kochen! Für unsere Freunde“ viele leckere Rezepte von Fingerfood und Sandwiches über mexikanische und asiatische Genüsse bis hin zu echten Partyklassikern zusammen gestellt. Beide Bücher folgen einem einfachen und gleichzeitig Erfolg versprechenden Konzept: Die Fotos, Aufmachung und Texte sollen einladen, sich einmal selbst an den Herd zu stellen und mit leckeren Rezepten für die besten Partys der Welt nicht nur sich selbst, sondern auch seine Freunde zu verwöhnen. Es geht dabei nicht um die letzte Extravaganz oder die ultimativ-originelle Kochkunst. Nein, es soll machbar sein, nicht zu aufwändig und einfach gut schmecken.

Aber hallo, alles wird peppig verpackt und kitzelt die Sinne. Der Schüler Sam Stern, der laut Buchdeckel immer schon ein echter Koch-Fan gewesen sein soll, spricht dabei sein Altersgenossen im direkten Ton an – „Ihr findet hier alles Mögliche zum Essen“, was das Buch auf Anhieb sympathisch und einladend macht. Souverän präsentiert er seine Rezepte – von Frühstückstipps, über „Cooles und Schnelles am Mittag“ bis hin zum „Auftanken am Abend“. Natürlich verrät er auch, was Mädchen gerne mögen oder was er auf den Tisch stellt, wenn seine Kumpels kommen.

Bei vielen Rezepten bietet er – schon ganz Profi – auch mögliche Varianten aus seiner Kochkiste an. Das gibt dem Buch eine angenehme Leichtigkeit: Jeder soll ausprobieren, was ihm selbst am besten liegt und schmeckt. Viele Fotos, nicht nur von den Gerichten, sondern auch vom Autor und seinen Freunden beim Kochen und Essen vermitteln auf den ersten Blick: Das hat allen viel Spaß gemacht! Viel gute Laune versprüht auch die Ideen- und Rezeptsammlung von Susanne Klug. Im Kapitel „Alles bunt“ präsentiert sie kunterbunte Spieße und gestreifte Sandwiches, bei „Alles scharf“ geht die Reise nach Mexiko und Asien und natürlich gibt es auch jede Menge Tipps zum Backen und Grillen.

Teenies an den Herd

Teenies an den Herd @iStockphoto/Carmen Martínez Banús

Was eignet sich zum Mitnehmen? Was geht richtig schnell? Womit bekommt man im Handumdrehen viele Freunde satt? In „Wir kochen! Für unsere Freunde!“ finden Teenies Antworten, witzige Dekotipps und Vorschläge für Themenfeten wie Pyjamapartys, karibische Sommernächte oder Diskoabende. Wer den eher etwas nichtssagenden Umschlagdeckel aufklappt, ist erst einmal angenehm überrascht von der richtig gelungenen, peppig-bunten Gestaltung, die sich konsequent durch das ganze Buch zieht. Mit diesem Band kann aus einem netten Kochabend ganz schnell eine gute Party werden, denn kochen zu zweit, zu dritt, zu viert…macht einfach Spaß und steckt an.

Fazit: Beide Bücher punkten nicht durch neue, besonders originelle Rezepte, aber sehr wohl durch ihre sympathischen Tipps, wie Kochen zum Erlebnis wird. Bei so vielen Tagen, an denen wir essen, muss man sich auch nicht wirklich nur für eines der beiden entscheiden. Susanne Klug: Wir kochen! Für unsere Freunde! 160 Seiten, gebunden, vierfarbig. Mosaik-Verlag, 15,95 Euro. Sam Stern: Licence to cook – coole Rezepte für jeden Tag. 160 Seiten, Paperback, vierfarbig. Friedrich Oetinger-Verlag. 13,90 Euro