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Blue Matcha – das neue In-Getränk

Acai Bowls, Kurkuma Kapseln und Spirulina Pulver: Die sogenannten Superfoods bevölkern nicht nur die Supermärkte, sondern sind auch die unangefochtenen Stars auf Fotos in den sozialen Medien. Angeführt werden die Power-Lebensmittel vom sagenumwobenen Grünteepulver Matcha, das nicht nur mit der charakteristisch grünen Farbe, sondern allem voran mit einer geballten Ladung an gesunden Inhaltsstoffen überzeugt.

Ob als Trend-Getränk Matcha Latte, als geheime Zutat im Kuchen oder sogar als Superfood-Eis, nichts konnte dem grünen Wunderpulver bisher den Rang als Lebensmittelkönig der sozialen Medien ablaufen – bis jetzt. Der neue Star unter den Trend-Foods heißt Blue Matcha und taucht in den märchenhaftesten Kreationen in den Instagram Feeds und Foodblogs der heutigen Social Media Stars auf: Tiefblaue Mermaid-Bowls, azurfarbene Desserts und opulente Smoothies in strahlendem Türkis sind nur eine kleine Auswahl der schier endlosen Rezeptvariationen. Doch worum genau handelt es sich bei dem farbenfrohen Newcomer?

Blue Matcha

Blue Matcha ©iStockphoto/Sirintra_Pumsopa

Was ist Blue Matcha?

Blue Matcha wird aus der Blüte der Clitoria Ternatea, besser bekannt als Schmetterlingserbse, gewonnen und zu dem feinen, blauen Pulver zermahlen, das dem In-Getränk seinen Namen verleiht. Die Schmetterlingserbse gilt als subtropische Zierpflanze und besticht mit ihren großen, strahlend blauen Blüten. Mit dem bekannten Matcha aus Grüntee teilt sich der blaue Matcha also lediglich seinen Namen und die Herstellungsweise, entstammt jedoch einer völlig anderen Pflanze.

Wahres Superfood oder einfacher Online Trend?

Während Blue Matcha zwar mit seiner strahlenden Farbigkeit verzaubert, ist seine Position als Superfood noch umstritten. In Sachen Nährstoffgehalt kann sich das blaue Pulver bisher nicht mit seinem grünen Namensvetter messen. Dieser besticht allem voran mit einer geballten Ladung an Antioxidantien und gilt somit nicht nur als natürliche Prävention gegen Herzkrankheiten und Krebserkrankungen, sondern auch als wahrer Stoffwechsel-Booster und bewährtes Mittel gegen Alterserscheinungen. Der hohe Koffeingehalt macht den Grüntee außerdem zur beliebten Alternative eingeschworener Kaffeetrinker.

Betrachtet man die unterschiedlichen Ursprungspflanzen des grünen und des blauen Matchas, so verwundert es kaum, dass beide Pulver völlig verschiedene Antioxidantienprofile aufweisen. Hier punktet der Grüntee als unangefochtenes Superfood an der Spitze der Radikalfänger. Dennoch gilt auch der Blue Matcha als präventiver Gesundheits-Booster. Das enthaltene Proanthocyanidin ist für seine tumorhemmende Wirkung bekannt, verlangsamt die Zellalterung und steigert die körpereigene Kollagenproduktion, sowie die Elastizität der Hautzellen.
Noch recht neu auf dem Markt, sind die Forschungsergebnisse zum Blue Matcha bisher natürlich noch limitiert und lassen daher einen großen Spekulationsraum zu. Zwar lassen tierische Studien vermuten, dass der blaue Cousin des grünen Superfoods sich positiv auf die Gedächtnisleistung auswirkt und zudem zur Reduktion von Stress beiträgt, sind jedoch bisher nicht eindeutig belegt. Als wahres Superfood kann man das In-Pulver somit aktuell kaum bezeichnen.

Natürlicher blauer Farbstoff mit Wow-Effekt

Auch wenn es der blaue Matcha bisher nicht in die Kategorie der Wundermittel geschafft hat, können Liebhaber der angesagten Mermaid-Bowls aufatmen: Zwar kann das blaue Pulver im Punkto Nährstoffgehalt nach heutigem Stand nicht ganz mit den tatsächlichen Superfoods mithalten, ist aber dennoch vollkommen natürlich und sein Verzehr für den Menschen absolut unbedenklich. Die durchdringend blaue Farbe des Schmetterlingserbsenpulvers ist vor diesem Hintergrund nicht nur das hervorstechende Erkennungsmerkmal des In-Pulvers, sondern auch dessen unumstrittener Trumpf: Es eignet sich hervorragend zum eindrucksvollen Färben von Speisen jeglicher Art und besitzt dabei quasi keinen Eigengeschmack, mit dem die Lebensmittel kontaminiert werden könnten. Tatsächlich ist die pulverisierte Schmetterlingserbsenblüte in Kuba und Indien bereits seit vielen Jahrzehnten ein beliebtes Mittel, um Reis und Getränken eine durchdringende, blaue Farbe zu verleihen, war in Europa und den USA bisher jedoch kaum bekannt. Inzwischen wird es jedoch auch in unseren Gefilden hoch geschätzt und gilt als einzige geschmacksneutrale Lebensmittelfarbe natürlichen Ursprungs.

Superfood trifft Soulfood

Betrachtet man das Phänomen Blue Matcha genau wird schnell klar: Hier handelt es sich eher um einen Trend, als um ein tatsächliches Power-Lebensmittel. Wer auf der Suche nach einem Superfood ist und seinem Körper einen wahren Energie-Booster geben möchte, wird es im blauen Matcha also kaum finden. Hier empfiehlt es sich, weiterhin auf den bewährten, altbekannten Matcha aus grünem Tee zurück zu greifen und diesen als morgendlichen Matcha Latte, oder in einer seiner vielen anderen Variationen zu sich zu nehmen. Dennoch ist das blaue Pulver in trinkbarer Form ein wahrer Eyecatcher, der das Auge erfreut und bei vollkommen natürlichen Inhaltsstoffen Lust auf die blaue Erfrischung macht. Als Gute-Laune-Drink hat also auch Blue Matcha durchaus seine Berechtigung, zählt definitiv in die Kategorie der Soulfoods, peppt farblose Speisen spielerisch auf und ist ein wahrer Hingucker als Buffet Beitrag auf der nächsten Party.

In-Getränk leicht gemacht

Die einzig verbleibende Frage ist: Wie zaubere ich mir nun eigentlich so ein märchenhaftes In-Getränk? Die Antwort darauf ist einfach – alles kann, nichts muss. Die einzige Grundzutat dafür ist, wie zu erwarten, das Blue Matcha Pulver. Dieses wird mit frischem Obst, Kokosraspeln, kühlen Säften, Milch und allen weiteren Lieblingszutaten im Mixer zu einem flüssigen Drink püriert – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Für den richtigen Trend-Effekt wird das ganze mit Fruchtscheiben und essbaren Blüten garniert und – natürlich – abschließend fotografiert.

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