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Die türkische Küche

Die Türkische Küche gilt als erste Adresse für Feinschmecker. Neben China und Frankreich besitzt die Türkei eine der besten Küchen der Welt. Diesen Umstand verdankt das Land seiner facettenreichen Kultur. Orientalische und mediterrane Einflüsse komplettierten jahrhundertelange türkische Traditionen. Das Geheimnis der türkischen Küche sind frische, natürliche Zutaten, welche zu köstlichen Gerichten vollendet werden. Auf der Basis von Reis, Getreide, Gemüse, Obst, Milchprodukten und Fleisch gilt die Küche der Türkei als sehr gesundheitsfördernd. Besonderen Wert legen türkische Köche auf natürliche Aromen. Gewürze werden nur sparsam verwendet. Zwiebeln und Knoblauch stärken die Immunabwehr, Olivenöl senkt den Cholesterinspiegel, Zitrone und Joghurt kommen zur Verfeinerung der Gerichte zur Anwendung.

In der Türkei werden drei feste Mahlzeiten zu sich genommen. Das Frühstück, „Kahvalti“ genannt, besteht aus leichten Speisen. Man isst Brot, Oliven, Schafskäse, Konfitüre und Gemüse. Dazu wird Tee getrunken. Mittags isst man Kebap oder ein anderes Fleischgericht. Als Hauptmahlzeit der türkischen Familien gilt das Abendessen. Hier treffen sich gegen 20 Uhr alle an einem Tisch, auch Freunde oder Verwandte sind gern gesehen. Man bespricht die Ereignisse des Tages und genießt ein ausgiebiges Essen, meist über mehrere Stunden. Eingeleitet wird die Mahlzeit mit einem Aperitif, „Meze“ genannt. Das alkoholische Getränk begleiten leichte kalte oder warme Vorspeisen, wie gefüllte Weinblätter oder gebratene Auberginenscheiben. Danach wird eine Suppe aufgetragen. Es folgt das Hauptgericht, bestehend aus Fleisch, Gemüse und Salat. Mit einem Dessert, bestehend aus einer Süßspeise oder frischem Obst, wird das Essen beendet. Danach werden Tee oder Kaffee getrunken.

Weizenmehl bildet die Grundlage für die türkischen Backwaren. Brot wird zu jeder Mahlzeit gereicht und meist noch traditionell im Steinbackofen zubereitet. Das typische Brot in der Türkei ist ein helles Weißbrot, „Ekmek“. Pide ist ein dickes Fladenbrot, welches man auch häufig mit Käse oder Hackfleisch überbacken serviert bekommt. Auch in dünnen Fladen, gefüllt mit Schafskäse, Spinat oder Hackfleisch, sind türkische Backwaren beliebt. Als Snack nebenbei gelten Simit, Kringel mit Sesam.

Türkische Küche

Türkische Küche @iStockphoto/Jasmina

Kebap bezeichnet das typische gegrillte Lammfleisch. Beim bekannten Döner Kebap werden die Fleischscheiben dünn vom Spieß geschnitten. Jedoch meist zusammen mit Reis und Gemüse serviert. Iskender Kebap besteht aus dünnem Lammfleisch mit Tomatensauce und Joghurt. Ebenso beliebt sind Gerichte aus Kalb-, Rind- oder Hühnerfleisch. Lediglich Schweinefleisch ist für die gläubigen Moslems tabu. Bei den Fischspezialitäten stehen Sardellen, „Hamsi“, in den verschiedensten Variationen ganz oben auf der Speisekarte.

Gemüse wird meist in Olivenöl gedünstet serviert und mit einer Joghurtsauce verfeinert. Eine beliebte Beilage ist auch in Salz oder Essig eingelegtes Gemüse. Salate werden ebenso auf der Basis von Olivenöl und Zitronensaft zubereitet. Suppen werden in der Türkei immer getrunken. Sie leiten eine Mahlzeit ein oder werden zum Schluss gereicht.

Türkische Desserts sind meist recht kalorienlastig. Es dominieren süße Kuchen und Puddings, wie zum Beispiel „Baklava“, ein in Zuckersirup getränkter Teig mit Nüssen. Eine gesunde Alternative bieten die frischen Früchte der Saison.

Das türkische Nationalgetränk ist Raki, ein Anisschnaps, welcher mit Eiswasser verdünnt getrunken wird. Türkischer Kaffee besteht aus mit Zucker versetztem Mokka, welcher schäumend aufgekocht wird. An heißen Tagen löscht „Ayran“, ein Joghurtgetränk mit Salz und Wasser den Durst.

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