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Sarah Wiener

Sarah Wiener startet ins Leben

Sarah Wiener wurde im Jahr 1962 in Österreich geboren. Ihre Eltern – die Mutter bildende Künstlerin, der Vater Schriftsteller und Jazzmusiker – lebten getrennt. Sarah wuchs in Wien auf und schon im Alter von 17 Jahren bewies auch sie ihre Kreativität: Sie verließ das Internat und lernte Europa per Anhalter kennen. Mit Gelegenheitsjobs schlug sie sich durch.

Letztlich machte sie sich auf den Weg nach Berlin. Nach einer kurzen Orientierungsphase fand sie einen Job im Kreuzberger „Exil“, einem von zwei Künstlerrestaurants ihres Vaters. In der Küche entdeckte sie ihre Leidenschaft fürs Kochen und zauberte Kuchen und Backwaren für die Gäste. Nebenbei verköstigte sie die Mitarbeiter einer Werbeagentur. Was sie damals noch nicht wusste: Dies war der Beginn ihrer kulinarischen Karriere.

Sarahs Tracking Catering

Der Job im Exil war der Startschuss in ihre abwechslungsreiche und engagierte Zukunft. Auf Kredit schaffte sie sich einen ausgemusterten Lastwagen der ehemaligen Nationalen Volksarmee an. Damit gründete sie im Jahr 1990 „Sarahs Tracking Catering“. Mit dem jungen Unternehmen verköstigte sie zunächst Filmteams, doch ihr kulinarischer Service sprach sich rasch herum. Bald zählten auch Hochzeitsgesellschaften sowie Gäste von Vernissagen, Modenschauen und Empfängen zu ihren begeisterten Kunden.

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Die ganz besonderen Speisezimmer

Mit ihrem schnell wachsenden Catering-Service war Sarah Wiener endgültig in „ihrer Branche“ angekommen. 1999 eröffnete sie in Berlin-Mitte ihr erstes Restaurant und taufte es auf den sinnigen Namen „Das Speisezimmer“. Dort werden europäische Gerichte mit regionalen Zutaten nach Saison serviert. Nach und nach folgten weitere Standorte. 2003 öffnete das „Sarah Wiener im Hamburger Bahnhof“ seine Pforten, im Jahr 2005 folgte das Bistro „Sarah Wiener“ in der Akademie der Künste am Brandenburger Tor. 2009 kam ein Café im Museum für Kommunikation dazu.

Ob Café, Bistro oder Restaurant – Sarah Wiener setzt an allen Standorten ihre Philosophie der gesunden und leckeren Küche aus transparent produzierten Zutaten erfolgreich um. Alle Lokale sind bio-zertifiziert.

Catering und Wiener Brot

Sarah Wieners kreative Küche kann nicht nur in Restaurants genossen werden. Auch ihre ursprüngliche Idee des Caterings baute sie aus. Heute verwöhnt sie im Berliner Tempodrom und im Hamburger Bahnhof Gäste bei Feierlichkeiten und Events mit kulinarischen Highlights und einem umfangreichen Service-Angebot.

Dabei beschränkt sich das Catering nicht auf Standorte aus dem eigenen Portfolio. Mit Fantasie und Engagement werden zum Anlass passende Lokalitäten auch eigens organisiert. Dies gilt ebenso für Ausstattung, Transportmittel, individuelle Dekoration und die Erfüllung außergewöhnlicher Wünsche und Ansprüche.

Doch bei Restaurants und Event-Catering ist bei Sarah Wiener noch lange nicht Schluss. In der Berliner Tucholskystraße kann sich jeder Liebhaber traditioneller Backkunst mit delikaten Backwaren aus dem Holzbackofen eindecken. Besonderheit: Der Backofen wird mit brandenburgischem Robinienholz befeuert – und alle Brote, süßen und pikanten Backwaren werden von A bis Z in Handarbeit hergestellt. Aufgrund der großen Beliebtheit wird das Sortiment inzwischen auch in ausgesuchten Bäckereien angeboten.

Sarah Wieners Philosophie

Sarah Wiener zaubert nicht nur schmackhafte kulinarische Köstlichkeiten. Gleichzeitig legt sie größten Wert auf Transparenz, Nachhaltigkeit und Qualität. Sie ist davon überzeugt, dass nur durch diese Kombination wirklich gutes Essen gelingt. So werden bei ihr nur Zutaten verarbeitet, deren Herstellung und Herkunft ihren hohen Standards gerecht werden. Sie bevorzugt Produkte regionaler Anbieter sowie saisonale Zutaten. Fleisch und Fisch stammen aus artgerechter Zucht, Obst und Gemüse sind nicht gespritzt und haben keine langen Transportwege hinter sich.

Sarah Wiener beweist, dass der Anspruch an „anständige“ Zutaten sehr wohl mit kreativen und äußerst schmackhaften Koch- und Backergebnissen vereinbar ist. Das zeigt nicht nur ihr Erfolg mit gastronomischen Unternehmungen. Schon lange ist sie mit vielen weiteren Projekten beschäftigt, bei denen sie sich für natürliche und ausgewogene Ernährung in Verbindung mit nachhaltigem Umweltschutz einsetzt.

Die Sarah Wiener Stiftung

Im Jahr 2007 rief Sarah Wiener gemeinsam mit Alfred Biolek, der Demeter e.V. und anderen Gründungsmitgliedern die „Sarah Wiener Stiftung – Für gesunde Kinder und was Vernünftiges zu essen“ ins Leben. Das Hauptziel besteht darin, Kinder und Jugendliche an schmackhafte und hochwertige Ernährung und an das Kochen heranzuführen. Hintergrund ist die Erkenntnis, dass oft schon Kinder kaum etwas anderes kennen als Fastfood und Fertiggerichte. Das fördert bereits in jungen Jahren Erkrankungen durch Mangel- und Fehlernährung. Diesen Folgen wirkt die Stiftung entgegen, indem sie neue Ernährungsgewohnheiten verbreitet.

In verschiedenen Projekten werden Kochkurse in Schulen und Kitas angeboten, gemeinsam mit Kindern Kräutergärten angelegt sowie Bio-Bauern in der jeweiligen Region besucht. Auf spielerische Weise schult die Stiftung schon bei Kindern das Bewusstsein für den Wert gesunder Ernährung und vermittelt den Spaß am eigenen Kochen.

Chefkoch

Chefkoch ©iStockphoto/Kondor83

Breites Engagement

Sarah Wiener setzt sich in verschiedenen Projekten für den Erhalt der biologischen Artenvielfalt, den Natur- und Umweltschutz und für faire Produktionsbedingungen ein. Eine kleine Auswahl:

Seit 2013 unterstützt sie das BUND-Projekt „Aus Liebe zur Natur. Ohne Gentechnik“. Als Schirmherrin ist sie bei der Aktion „Haushalt ohne Gentechnik“ engagiert. Beim „Tierzuchtfonds für artgemäße Tierzucht“ setzt sich unter anderem gegen das Töten männlicher Küken infolge derer „Unwirtschaftlichkeit“ ein. Auch beim Berliner Staudenmarkt ist Sarah Wiener aktiv. In diesem Zusammenhang erhielt sie den internationalen B.A.U.M.-Preis, mit dem ihr Engagement für die Nachhaltigkeit ausgezeichnet wurde.

Dies war beileibe nicht die einzige Auszeichnung: Unter anderem wurde sie bereits als beste Szeneköchin ausgezeichnet (Magazin „Bunte“), als Feinschmeckerin des Jahres (Gault Millau), erhielt die Ehrentrophée vom österreichischen Gourmetführer „À La Carte“ und 2012 verlieh ihr die Fairness Stiftung den „Fairness Preis“.

Sarah Wiener im TV

Auch im Fernsehen ist die Kochkünstlerin immer wieder präsent. Nach ihrer ersten Rolle in einer Dokusoap und verschiedenen weiteren Sendungen stand sie bei „Kochen mit Kerner“ zusammen mit anderen Starköchen wie Tim Mälzer, Horst Lichter und Jamie Oliver vor der Kamera.

Im Jahr 2007 entstand ihre eigene Kochshow. Unter der Bezeichnung „Sarahs kulinarische Kochshow“ wurden mehrere Staffeln der Serie ausgestrahlt. Dafür bereiste sie verschiedene Regionen europäischer Länder, lernte die dortigen Spezialitäten kennen und kochte sie anschließend nach. Am Ende jeder Sendung wurden ihre Ergebnisse von einer professionellen Jury bewertet.

Der kulinarischen Kochshow folgte 2009 „Sarah und die Küchenkinder“, eine zehnteilige Dokumentation über einen Sommer, den sie gemeinsam mit zwölf Kindern in der Provence verbrachte. Die Kamera begleitete sie dabei, wie sie mit den Kindern gemeinsam kochte und sie an natürliche Ernährung heranführte.

Im Jahr 2013 wurde die episodische Reihe „Sarah Wieners erste Wahl“ ausgestrahlt. Dabei ging es um die Suche nach den Ursprung von Lebensmitteln, die sie durch ganz Europa führte. Im Folgejahr wurde eine Fortsetzung der „kulinarischen Kochshow“ gedreht. Diesmal ging die Reise nach Asien.

Rezepte zum Nachkochen

Wer sich selbst davon überzeugen möchte, wie gesunde und leckere Küche à la Sarah Wiener funktioniert, steht vor einer großen Auswahl an Büchern, die sie inzwischen veröffentlicht hat. Egal, ob es ein Streifzug durch die mediterrane oder österreichische Küche sein soll, ob leckere Rezepte für die Adventsküche gesucht werden oder ob man ganzjährig Anregungen für die saisonale Küche wünscht – sämtliche Rezepte sind leicht nachzukochen und dabei lecker und gesund.

Ende 2009 brachte Sarah Wiener „Das große Sarah-Wiener-Kochspiel“ auf den Markt, mit dem Kinder am Computer ihre Lust auf Kochen und Essen entdecken können.

Ich kann kochen!

Seit 2016 holt Sarah Wiener noch ein bisschen weiter aus, um ihre Philosophie des guten Essens zu verbreiten: In Kooperation mit der Barmer GEK hat ihre Stiftung eine bundesweite Initiative auf die Beine gestellt, mit der die praktische Ernährungsbildung noch viel mehr Menschen erreichen wird. Bis zum Jahr 2021 sollen 56.000 pädagogische Fach- und Lehrkräfte ausgebildet werden, um die Genussbotschaft an 1,4 Millionen Schüler und Kindergarten-Kinder weiterzugeben.

Dazu Sarah Wiener: „Unser Ziel ist es, möglichst viele Menschen zu befähigen, aus Kindern genussvolle Esser, kreative Köche und selbstbewusste Verbraucher zu machen.“

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