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Foodtrends 2018 – Das kommt dieses Jahr auf den Tisch

Während sich einige Trends wie die vegane Ernährung oder der Superfood-Hype schon mehrere Jahre halten, kommen in 2018 weitere Kassenschlager dazu. Folgender Beitrag gibt einen inspirierenden Überblick, worauf wir uns dieses Jahr freuen dürfen.

Florales Superfood – Kulinarische Augenweide samt Pflanzenkraft

Auch wenn es schon lange beliebt es, Vorspeisen wie Salat oder auch Pasta mit Blumen zu garnieren, werden die zarten Blüten 2018 öfter serviert. Dabei spielen Kapuzinerkresse und Co. nicht nur eine optische Rollen, sondern werden insbesondere wegen ihrer Inhaltsstoffe geschätzt. Entsprechend liegt es voll im Trend, auch heimische Salate mit floralen Highlights zu verschönern und gesund aufzupeppen. Essbare Blüten von Veilchen, Rosen, Lavendel oder Ringelblumen liegen 2018 also voll im Trend, wenn es um sekundäre Pflanzenstoffe und sonstige Mikronährstoffe in ihrer schönsten Form geht.

Weiter im Trend – Veggie & vegan

Laut Trendforschung dürfen wir uns 2018 über weitere rein pflanzliche und vegetarische Alternativen zu traditionellen Klassikern freuen. Diesbezüglich werden nicht nur vegane Burger oder pflanzliches Sushi, sondern facettenreiches Fingerfood in Bars, Restaurants und Co. serviert. Das moralische Dilemma hinter dem Fleischkonsum wird vermutlich zunehmend auch Fleischliebhaber treffen, die ein abgepacktes Steak bisher – teils auf Verdrängungsmechanismen – nicht als ‚getötetes Tier‘ sondern als ‚proteinreiches Stück in einer Plastikschale‘ wahrgenommen haben.
Insbesondere in der Ernährungserziehung von Kindern scheint auch 2018 noch viel Potential zu stecken. Dort liegt der Augenmerk zukünftig vermehrt darauf, schon kleinen Kindern kindgerecht aber offen zu erklären, wie Wurst und Co. entstehen. Dass die Wahrheit so grausam ist, dass man sie Kindern vorenthält, sollte Argument genug sein, den Fleischkonsum einzustellen. Oder zumindest nur solches Bio-Fleisch zu kaufen, hinter dem garantiert keine Tierquälerei steckt.
Sharing Food – Kleine Häppchen in geselliger Runde

Vegan

Vegan ©iStockphoto/firebrandphotography

In szenigen Bars und Restaurant wird der Trend, gemeinsam kleine Leckerbissen zu genießen, schon länger zelebriert. Mit Vorliebe werden dabei Kleinigkeiten wie Fingerfood à la Tapas und Co. auf zahlreichen Tellern und in kleinen Schälchen auf den Tischen platziert und genossen. Während der spanische Klassiker traditionell in kalorien- und fetthaltiger Form à la frittiertes Fleisch, als mariniertes Gemüse oder à la Käsebällchen auf den Tisch kommt, werden in 2018 zusätzlich kalorienärmere Varianten – beispielsweise als gegrilltes Gemüse mit Superfood-Charakter – angeboten. Ob New York, Paris oder Berlin: hier boomt ‚Sharing Food‘, was sich nicht zuletzt an der südlichen Gastfreundlichkeit orientiert. Dabei werden sowohl kleine Portionen à la deftiger Hausmannskost, internationale Spezialitäten und auch vegane Häppchen à la Cean Eating serviert.

Back to the roots – Steckrübe & Co.

Pastinaken, Rüben und Co. gehören vermutlich nicht gerade zu den hippesten Gemüsesorten. Allerdings liegt es voll im Trend, traditionelles Wurzel- und Rübengemüse zu servieren. Insbesondere die gute alte Steckrübe wurde lange Zeit allenfalls auf dem Land in Omi´s Küche serviert. 2018 werden wir gerade dieses wieder entdeckte Gemüse öfter auf der Speisekarte von Restaurants finden. Während auf der einen Seite die konzentrierten Nährstoffe wie Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe gesundheitsbewusste Feinschmecker überzeugen, lässt sich die Rübe auch facettenreich und modern – fernab vom klassischen Eintopf – als ursprüngliches Superfood inszenieren. Auch Radieschen und Rote Bete feiern 2018 ein kulinarisches Revival.

Superpuder statt Superfood

Dieser Foodtrend zählt auch nicht zu den absoluten Beginners kulinarischer bzw. gesundheitsbewusster Genüsse, allerdings wird pulverisiertes Pulver immer häufiger zum antioxidativen Anreichern genutzt. Dabei wandert das feingemahlene Superfood nicht mehr nur in den Mixer zum Verfeinern von Smoothies, sondern wird facettenreich genutzt. Gemahlene Acai-Beeren, Matcha, Goji-Beeren oder Algenpulver wie Chlorella verleihen 2018 mit Vorliebe auch immer öfter Suppen, Heißgetränken und flüssigen Frühstücksdrinks eine Extraportion Antioxidantien und Co.
Relativ neu ist der Trend, auch pulverisierte Pilze zum Verfeinern von Suppen, Tees und Fitness-Drinks zu verwenden. Aber es handelt sich dabei nicht um bekannte Pilzsorten wie Champignons, Steinpilze oder Pfifferlinge, sondern um spezielle Heilpilze. Diesbezüglich sind der chinesische Raupenpilz, der Chagapilz oder der Reishi-Pilz zu nennen. Den Extrakten dieser Pilze werden je nach Sorte entzündungshemmende, entgiftende oder harmonisierende Effekte – als eine Art Nahrungsergänzungsmittel – zugeschrieben.

Clean Eating & Bio als urbanes Phänomen

Der Trend sich besonders gesund, mit Vorliebe vegan und nachhaltig zu ernähren, geht ebenfalls in die nächste Runde. Gerichte wie Buddha Bowls, Superfood-Salate und grüne Smoothies erfreuen sich auch 2018 weiter großer Beliebtheit. Diesbezüglich bleibt auch der gestiegene Wunsch nach Lebensmitteln aus ökologischer Produktion präsent. Insbesondere die Generation zwischen 20 und 40 Jahren, die typischerweise zur gebildeten Schicht gehören, feiern ihren Lifestyle als so genannte ‚Foodies‘. Dabei liegt der Fokus auf Superfoods, veganen Lebensmitteln und Designfood, welches in wieder entdeckten Markthallen hip und in geselliger Runde genossen wird.
Pflanzliche Milchalternativen boomen weiter

Aufgrund von Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten – beispielsweise Lactoseintoleranz und Milcheiweißallergie – boomen Mandeldrinks, Sojamilch und Co. weiter. Gleiches gilt für moralische Bedenken, denn der Verzicht auf Fleisch reicht für viele Konsumenten schon längst nicht mehr aus. Zahlreiche Pflanzendrinks auf Basis von Nüssen, Hafer und Co. liefern zudem wertvolle Inhaltsstoffe. Rein rechtlich dürfen diese pflanzlichen Alternativen übrigens nicht als Milch betitelt werden und enden daher meistens auf ‚drink‘. Da viele der Produkte nicht ganz günstig sind, lassen sich Macadamiadrink und Co. selbst herstellen: einfach einweichen, im Hochleistungsmixer pürieren und durch einen speziellen Filter – oder einen Kaffeefilter – gießen. Als Basis für heiße Schokolade – auf Wunsch vegan mit echtem Kakao -, für pflanzlichen Pudding und zum Verfeinern von Kaffee und Tee erfreuen sich die Pflanzendrinks auch 2018 größter Beliebtheit zuhause oder im Café um die Ecke.

Sous-Vide-Stick – Der kleine Bruder großer Sous-Vide-Garer

Sous-Vide-Garen – also schonendes Garen unter Vakuum – ist nichts Neues, aber es zeichnet sich bei dieser Garmethode ein neuer Trend ab. Anstatt einen großen Sous-Vide-Garer zu kaufen, der unnötig viel Platz in kleinen Küchen beansprucht, steigt das Angebot an kompakten Sous-Vide-Sticks. Diese werden einfach am Rand des Kochtopfs angebracht. Für eine konstante Temperatur sorgt eine integrierte Umwälzpumpe. Wer zusätzlich Geld sparen möchte, findet vergleichsweise günstige Sets bestehend aus Stick, Vakuumierer und speziellen Plastikbeuteln.

Lebensmittelverschwendung war gestern

Dank eines steigenden Interesses an Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Mitgefühl boomt auch die Bewegung bewusster Konsumenten, die sich klar gegen die Verschwendung von Lebensmitteln positionieren. Da wundert es kaum, dass Containern – oder das Anbieten nicht mehr benötigter Lebensmittel über Online-Plattformen -, weiter wächst. Ein positiv stimmender Trend, wenn man überlegt, wie viele Menschen täglich verhungern. Entsprechend wird auch bewusster darauf geachtet, möglichst alle Teile von Pflanzen zu verarbeiten. Während sich aus einem Brokkolistamm eine köstliche Cremesuppe zaubern lässt, lassen sich aus nicht mehr ganz taufrischen Kartoffeln oder Äpfeln liebliche bzw. herzhafte Chips im Ofen – oder mithilfe eines Dörrautomaten – herstellen.

Wer Bio-Ware bevorzugt, kann viele Gemüsesorten ungeschält genießen und die Blätter von Radieschen und Co. als Salat-Zutat oder für grüne Smoothie – samt einer Extraportion antioxidativem Chlorophyll – nutzen. Die Reste bei der Herstellung von Mandel- und Nussdrinks können hingegen zum nährstoffreichen und aromatischen Aufpeppen von Müsli, Kuchen oder Pancakes verwendet werden.

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