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Resteküche – so wird‘s lecker und nachhaltig

Wer kennt das nicht? Nach dem Essen sind noch Kartoffeln oder Nudeln übrig und die wandern erst einmal in einer Dose in den Kühlschrank. Oder die Bananen sind schon braun. Wohin mit dem alten Brot? Das alles sind wertvolle Lebensmittel, die nicht im Müll landen sollten.

In Deutschland landen im Jahr schätzungsweise über 12 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Dabei wird die Hälfte in privaten Haushalten weggeworfen. Umgerechnet entspricht das 75 kg Lebensmittel pro Person im Jahr.

Dabei geht es auch ganz anders, denn aus Resten lassen sich noch viele leckere Gerichte zaubern. Das ist nicht nur nachhaltig, sondern hilft auch, Geld zu sparen.

Resteküche

Resteküche ©iStockphoto/Candle Photo

Das Mindesthaltbarkeitsdatum

Das Mindesthaltbarkeitsdatum sorgt bei vielen Verbrauchern für Verwirrung. Die Meinung, dass abgelaufene Lebensmittel besser weggeschmissen werden, ist leider immer noch weit verbreitet. Dabei ist das Mindesthaltbarkeitsdatum kein Verbrauchsdatum. Der Zusatz „mindest“ sagt es schon, die Lebensmittel sind mindestens so lange haltbar, wahrscheinlich noch länger. In Deutschland haben leicht verderbliche Lebensmittel daher ein Verbrauchsdatum, wie zum Beispiel abgepacktes Hackfleisch – an dieses sollte man sich halten. Beim Mindesthaltbarkeitsdatum hilft der gesunde Menschenverstand. Je länger Lebensmittel haltbar sind, desto länger kann das Datum auch überschritten werden. Bei einigen Lebensmitteln wie zum Beispiel Weingummi geht es auch gar nicht darum, dass sie verderben, sondern lediglich um Geschmacksbeeinträchtigungen.

Bevor Sie Lebensmittel wegschmeißen, sollten Sie sie immer probieren. Schmecken sie noch ganz normal und sehen auch gut aus, können sie in der Regel genossen werden.

Klassiker der Resteküche

Es gibt bekannte Klassiker der Resteküche, denn schon unsere Großmutter hat gewusst, wie sie übrig gebliebene Lebensmittel noch zu schmackhaften Gerichten verarbeiten kann.

Am häufigsten bleiben die Kohlenhydratbeilagen übrig wie Kartoffeln, Reis oder Nudeln. Auch Altbrot ist ein Klassiker im Haushalt.

Die meisten Beilagen lassen sich noch zu leckeren Gerichten verwerten, allerdings schmecken sie aufgewärmt aus der Mikrowelle nicht so gut. Wenn man sie hingegen knusprig anbrät oder mit Käse überbackt, wird daraus schnell ein neues, leckeres Hauptgericht. Hier sind ein paar Vorschläge aus der klassischen Resteküche für unsere beliebtesten Beilagen:

Kartoffeln:

Bratkartoffeln klassisch oder mal anders

Auflauf mit Gemüse und Käse überbacken
Ofenkartoffeln
Kartoffelsalat
Kartoffelpfanne zum Beispiel mit Gemüse und Hackfleisch

Tipp: wie wäre es einmal mit einem Kartoffelbrot? Kartoffeln machen den Teig beim Brot saftiger. Für Kartoffelbrot sind übrig gebliebene Salzkartoffeln oder Pellkartoffeln ideal. Das Rezept gibt es hier in diesem E-Book mit vielen Ideen zur Resteverwertung.

Clever Sparen in der Küche

Clever Sparen in der Küche

Nudeln:

Nudelomelette mit Eiern, Speck oder Gemüse aus der Pfanne

Asiatische Bratnudeln mit Gemüse, etwas Sojasoße und wahlweise Ei, Tofu oder Hühnchen

Nudelauflauf zum Beispiel mit Gemüse oder Hackfleisch, mit Käse überbacken

Einlage in Suppen oder Eintöpfen

Nudelsalat

Reis:

Gebratener Reis auf asiatische Art zum Beispiel mit Gemüse und Curry

Reissalat

Reisplätzchen in der Pfanne knusprig gebacken

Desserts mit Reis wie zum Beispiel Reispudding

Was kann man Leckeres aus altem Brot zaubern?

Wer gar keine Lust zu kochen hat, kann aus übrig gebliebenem Weißbrot oder Brötchen ganz einfach Paniermehl herstellen. Dazu lässt man das Brot trocknen und reibt es dann mit der Reibe oder in der Küchenmaschine.

Trockenes Brot (jede Sorte ist geeignet außer Schwarzbrot) lässt sich auch wunderbar in dünne Scheiben schneiden und im Ofen rösten. Die Scheiben sind haltbar und schmecken wie Knäckebrot. Werden die Scheiben vorher mit etwas Olivenöl bestrichen und mit Kräutern, Salz oder anderen Gewürzen verfeinert, entstehen leckere Brotchips.

Der Klassiker ist der süße oder herzhafte Auflauf aus Brotresten. Auch Arme Ritter gehören zu den Klassikern der Resteverwertung.

Reste von Gemüse und Obst verarbeiten

Gemüsereste lassen sich vielseitig weiterverwenden. Je nach Gemüsesorte können sie zum Beispiel einfach in einen Salat gegeben oder als Brotbelag gegessen werden.

Bereits gekochtes Gemüse kann als Zutat für Aufläufe, Suppen und Eintöpfe dienen.

Auch Gemüserösti oder Gemüsewaffeln sind eine gute Möglichkeit, Gemüsereste zu verarbeiten.

Braune Bananen verwerten

Bananen werden oft weggeschmissen, weil sie braun sind. Dabei ist die Banane eigentlich erst richtig reif, wenn die Schale außen leicht braun ist. Sehr reife Bananen lassen sich wunderbar genießen, wenn man weiß wie.

Nice-Cream ist ein gesundes Eis aus gefrorenen Bananen. Für die Herstellung werden die braunen Bananen in Stücke gebrochen und zunächst eingefroren. Die gefrorenen Bananenstücke werden dann in einem Mixer mit etwas Milch oder veganen Milchalternativen cremig aufgeschlagen.

Aus reifen Bananen lässt sich außerdem im Handumdrehen ein leckerer Bananenshake zubereiten.

Eine weitere Idee für reife Bananen ist ein Bananenbrot, das viele gerne zum Frühstück essen.

Fazit

Egal ob es sich um die typischen Beilagen wie Nudeln, Kartoffeln oder Reis handelt, um altes Brot oder um Obst und Gemüse – das ist alles viel zu schade für die Mülltonne. Mit etwas Kreativität und den passenden Rezepten lassen sich aus diesen Resten leckere Gerichte für die ganze Familie zubereiten.

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