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Russische Rezepte

Russische Halva

Russische Halva

Russische Halva Halva ist eine süße Spezialität, die ursprünglich aus Indien stammt und die man in vielen Ländern kennt. Egal ob in der […]



Die russische Küche hat eine lange Tradition. Sie ist seit dem 9. Jahrhundert bekannt und manches gilt auch heute noch. Damals war die Grundnahrung Roggenbrot aus Sauerteig und Grütze. Die Grütze bestand hauptsächlich aus Buchweizen, Dinkel, Gerste oder Roggen. Es gab auch Fleisch, aber beispielsweise Bärenfleisch, Fleisch von Biber oder Wiesel. Zum Haltbarmachen wurde Gemüse durch Gärung zu Sauergemüse wie Sauerkraut verarbeitet. Manches wurde auch für den Winter getrocknet.

Zur Zeit der Mongolenherrschaft entstanden erstmals die auch heute noch beliebten Teigwaren wie Blini oder Piroschki. Zum Süßen verwendete man Honig. Brot und Grütze blieben auch in dieser Zeit die wichtigsten Nahrungsmittel.

Als Getränke verwendete man: Kwass ist ein ostslawisches Getränk, das durch Gärung von Brot entstand. Es erinnert an Bier und hat einen leicht säuerlichen Geschmack. Sbiten ist ein alkoholfreies Heißgetränk aus Wasser, Honig und Gewürzen. Um es alkoholisch zu machen, wurde es zum Gären gebracht. Wodkaähnliche Getränke gab es ab dem 16. Jahrhundert.

Im 17. Jahrhundert entstand die sogenannte Moskauer Küche. Die reiche Oberschicht wendete sich speziellen Gerichten zu, das arme Volk lebte immer einfacher. Arme und Reiche aßen unterschiedliche Speisen. Im 18. Jahrhundert entstand die Petersburger Küche. Die Oberschicht tendierte, auch was das Essen anbelangte, immer mehr ins Ausland. Das einfache Volk verarmte immer mehr

Das Ursprüngliche aus der alten Zeit ist auch heute noch wichtig in der russischen Küche. Suppen, Eintopfgerichte und Teigwaren sind davon nicht wegzudenken. Die Küche war bäuerlich und arm. Manches kocht man heute anders, nicht so einfach, aber die Grundzutaten blieben gleich. Die russische Küche kann man nach wie vor als einfach, nahrhaft und sättigend bezeichnen. Ein Hauptmerkmal der russischen Küche ist, dass viele Speisen einen säuerlichen bis sauren Geschmack haben. Es gibt sauer eingelegtes Gemüse wie Sauerkraut und saure Gurken. Saure Sahne ist ein wichtiger Bestandteil der Speisen und wird sehr oft zur Verfeinerung der Speisen verwendet. Als Brot gibt es meist Roggenbrot mit Sauerteig. Es wird nicht sehr viel Fleisch gegessen. In der russisch-orthodoxen Kirche gibt es viele Fasttage im Jahr, an denen kein Fleisch gegessen werden darf. Für die langen und kalten Winter kocht man gerne und viel ein.

Vorstellung einiger traditionell russischer Speisen:

Borschtsch ist ein Eintopf, der nicht nur in ganz Russland bekannt ist. Dieses Gericht ist Nationalgericht in der Ukraine. Rote Bete sind die Hauptzutat und daher kommt die dunkelrote Farbe. Weitere Bestandteile dieses wärmenden Eintopfgerichtes sind Kohl, Kartoffeln, Rindsuppe und zum Verfeinern saure Sahne. Manchmal bestreut man den Borschtsch noch mit Dill.

Soljanka war früher eine Fischsuppe. Heute wird sie gerne mit Fleisch und Wurst gekocht. Auch hier ist der säuerliche Geschmack wichtig, daher gehören Salzgurken dazu und auch Pilze, die oft in Salz eingelegt sind. Soljanka bedeutet gesalzen. Die Salzgurkensole wird bei vielen Gerichten verwendet. Die saure Sahne darf ebenfalls nicht fehlen.

Ucha ist eine Fischsuppe, die auf verschiedene Arten gekocht und gewürzt für Arme und Reiche unterschiedlich zubereitet wurde. Die weiße Ucha ist für arme Leute. Die gelbe Ucha wurde für Leute mit mehr Geld durch Safran aufgewertet. Für die schwarze Ucha werden Gewürze wie Zimt, Nelken und Pfeffer verwendet. Die schwarze Ucha war früher dem Zarenhaus vorbehalten. Zur Sättigung gibt es diese Suppe mit Gemüse und Kartoffeleinlage.

Eine weitere traditionelle Suppe in der russischen Küche ist Schtschi. Ursprünglich bestand sie aus frischem Weißkohl, Zwiebel, Knoblauch und Schmand. Heute wird sie mit Fleisch, Fisch, Sauerkraut und Kräutern verbessert. Diese Suppe muss lange ziehen. Sie sollte am besten stundenlang garen, über Nacht dann an einem kalten Ort weiter durchziehen. Saure Sahne, Schmand oder Buttermilch serviert man dazu.

Unverzichtbar sind Blini. Dabei handelt es sich um eine Art russische Pfannkuchen. Allerdings sind sie kleiner und dicker. Der klassische Teig wird aus Buchweizenmehl, Hefe, Wasser und Salz hergestellt. Heute macht man den Teig auch aus anderen Mehlsorten. Blini isst man als Vorspeise, als Dessert, aber auch als Beilage zu anderen Speisen. Als Vorspeise werden sie mit saurer Sahne und Räucherlachs oder Kaviar serviert. Das isst man in Russland dann traditionellerweise vor der Suppe. Man kann Blini aber auch nur mit Butter bestrichen essen oder ganz pur als Beilage zu Fleischspeisen. Für das Dessert gibt man gerne ein wenig Zucker in den Teig. Serviert werden süße Blini zu Kompott, zu Eis, mit Pudding. Man kann sie auch füllen und zu Rollen formen. Manchmal gibt man auch Zimt, Nüsse oder Schokolade in den Teig.

Pirogge, Piroggi und Piroschki sind gefüllte Teigtaschen und gehören zu den beliebtesten Speisen. Eine Pirogge ist ein großer gedeckter Kuchen mit Fülle, meist Gemüse, Fisch, Fleisch aber auch eine süße Art mit Äpfeln, Marmelade oder Quark. Die Pirogge gab es früher nur zu festlichen Anlässen und gehörte zu einer Festtafel einfach dazu. Piroggi sind eine kleinere Teigtaschen. Die Füllung besteht beispielsweise aus Karotten, Frühlingszwiebeln, Weißkohl oder Kartoffelpüree. Man tunkt diese Teigtaschen zum Essen in saure Sahne oder zerlassene Butter.

Die gefüllten Teigtaschen werden im Backofen gebacken aber auch gebraten oder gekocht. Egal auf welche Art sie zubereitet werden, saure Sahne gehört unbedingt dazu. Grütze und Breie gehören auch heute zur russischen Küche. Einer davon ist Kascha, ein Brei aus Buchweizen, Milch und Butter, der gesüßt ist. Gesalzen wird Kascha gerne als Beilage zu Fleischgerichten serviert.

Eine Speise, die im Westen als russisch bekannt ist, ist der berühmte russische Kaviar. Diese Spezialität gibt es zu Feiertagen wie Silvester oder zu Festen. Gegessen wird Kaviar mit Blinis oder zu russischen Eiern. Russische Eier sind weltweit bekannt und beliebt. Sie werden auf vielerlei Arten aus hart gekochten Eiern zubereitet und fehlen bei kaum einem Buffet. Der „Tupfen auf dem I“ ist ein bisschen Kaviar oben drauf.

Welche Getränke sind traditionell zur russischen Küche?

Das Nationalgetränk ist Kwass, ein Gärungsgetränk, das früher aus Getreide und Stutenmilch gewonnen wurde. Zum Gären brachte man die Mischung mit Sauerkraut. Heute ist Kwass eher ein Brottrunk, auch eine Art Leichtbier mit 0,5 % Alkohol, das im Supermarkt in Flaschen gekauft werden kann.

Medowucha ist ein altes, russisches, alkoholhaltiges Honiggetränk, das schwierig herzustellen war. Es wurde von Wein verdrängt. Es ist heute einfacher herzustellen, da man Beeren statt Honig verwendet, und erfreut sich jetzt wieder wachsender Beliebtheit. Tee ist ebenfalls typisch russisch. Ein Samowar gehört in jeden russischen Haushalt. Früher waren sie meist aus Messing und nicht nur ein Gebrauchsgegenstand, sondern auch Zierde. Der Tee ist meist Schwarztee mit Zucker oder Honig gesüßt. Der berühmte russische Wodka, was Wässerchen bedeutet, wird nicht wie hier nach dem Essen, sondern zum Essen getrunken.