„Natürlich vegan“ von Clarissa v. Reinhardt und Petra Schmidt - Buchvorstellung
Format und Illustration
Das Kochbuch ist etwas kleiner als DIN A4 Format, die Hardcoverausgabe umfasst 233 Seiten. Durch die kompakte Größe lässt es sich in der Küche gut handhaben.
Katharina Rücker-Weininger bereichert das Kochbuch mit ihren Illustrationen. Auf den ersten Seiten setzt sie Zeichnungen von Tieren ein, im weiteren Buchverlauf auch Zeichnungen von Menschen. Die Zeichnungen der Menschen basieren auf dem Ursprungsland des Rezeptes. Zusätzliche ist jede einzelne Buchseite von Zeichnungen der einzelnen Zutaten umrankt oder mit zum Rezept passenden Landschaftszeichnungen versehen. Die Illustrationen ziehen sich durch das gesamte Buch und werten es rein optisch schon auf.
Einleitung und Vorwort
Im ersten Teil des Buches „Natürlich vegan“ findet man ein persönliches Vorwort von Petra Schmidt und von Clarissa von Reinhard. Beide Autorinnen erläutern ihre persönliche Einstellung zur veganen Ernährung und wie sie selbst dazu kommen sind.
Darüber hinaus wird der Begriff „vegan“ ausführlich definiert und Gründe aufgezeigt, die für die vegane Ernährungsform sprechen. Themen wie gesundheitliche Aspekte, der Umwelt – und Tierschutz sowie die Nahrungsverteilung auf der Erde werden hier aufgegriffen und dargelegt.
Natürlich vegan
Rezeptindex / Glossar
Die beiden Autorinnen führen den Kochbuchleser mit einem Rezeptindex schnell und komfortabel durch das 233 Seiten starke Buch. In diesem Index sind die einzelnen Rezepte in den entsprechenden Kategorien aufgeführt und mit der dazugehörigen Seitenzahl gekennzeichnet. Im hinteren Teil des Buches findet der Leser zudem ein Glossar von A – Z mit Begriffserklärungen wie „Milch-Alternativen“ bis hin zu „Zwergenwiese-Streich“. Den Abschluss des Kochbuches bilden leere Seiten, welche zum Hinzufügen von eigenen Rezepten vorgesehen sind.
Rezeptkategorien / Umfang
Die Aufteilung der enthaltenen Rezepte in die einzelnen Kategorien fällt relativ unausgewogen aus. So sind Kategorien mit bis zu 20 Rezepten sehr umfangreich, andere dagegen mit gerade einmal 4 oder 5 Kochvorschlägen sehr dünn besiedelt. Bei der Gestaltung der Kategorien wurde von den Autorinnen ein großes Augenmerk auf die Vielfältigkeit der Rezepte gelegt. Eine bunte, internationale Mischung bietet viel Abwechslung auf dem veganen Speiseplan.
-Suppen, Eintöpfe: 19 Rezepte aus aller Welt
-Salate und Rohkost: 20 Rezepte, von einfach bis raffiniert
-Vorspeisen und kleine Zwischengerichte: 10 Rezepte, eine bunte Mischung von mediterran bis klassisch
-Frühstück und Brotbelag: 5 Aufstrichrezepte und 1 Müslirezept
-Basisrezepte: 8 Anleitung, unter anderem die eigene Herstellung von Tofu oder Sojamilch
-Deutsche Küche: 15 Rezepte, von ausgefallenen Rezepten wie Seitanschnitzel bis Klassikern wie Rahmwirsing
-Italienische Küche: 20 Rezepte, die umfangreichste Kategorie des Kochbuches
-Chinesische, japanische und thailändische Küche: 11 exotische Rezepte von der süß-sauren Reispfanne bis zu veganen Scampi
-Indische Küche: 5 Rezepte, eine der weniger umfangreichen Rezeptkategorien
-Afrikanische Küche: 4 Rezepte, die kürzeste Kategorie im gesamten Kochbuch. Von Couscous bis hin zur Zubereitung von Bulgur oder Ugali.
-Süße Hauptgerichte und Desserts: 19 Rezepte, eine gemischte Kategorie in der sowohl süße Aufläufe als Hauptgericht oder auch vegane Eisvariationen als Dessertvorschlag zu finden sind.
-Brote und Fladen: 8 Rezepte, veganes Brot mit verschiedenen Getreidesorten und darunter auch ein Weizensemmelrezept
-Kuchen und Plätzchen: 17 Rezepte, auch eine der umfangreichen Kategorien. Die Autorinnen bieten verführerische Backanleitungen von klassischen Schokoladenkuchen bis zu raffinierten Rosinen-Rumkugeln oder Marzipankartoffeln.
-Getränke: 12 Rezepte, eine bunte Mischung aus alkoholfreien und alkoholhaltigen Getränken. Hier ist der vegane Likör ebenso vertreten wie Obstshakes oder schmackhafte Gemüsesäfte.
Rezeptgenauigkeit und Zielgruppe
Im Großen und Ganzen sind die Mengenangaben für die einzelnen Zutaten genau und gut verständlich gehalten. Die Anleitung zur Zubereitung der Gerichte ist gut verständlich und einfach geschrieben. Leider fehlen bei manchen Rezepten, wie beim Hefeaufstrich oder dem Erbsenpüree die genauen Maßangaben oder die Angabe zur idealen Kochzeit und der benötigten Flüssigkeitsmenge.
Hier muss vom Nachkochenden nach Gefühl gearbeitet werden, was ein gewisses Maß an Küchen – und Kocherfahrung voraussetzt. Zusammenfassend ist das Kochbuch also nicht direkt für Kochanfänger geeignet, Grundwissen und Erfahrung in der Kunst des Kochens werden von den Autorinnen vorrausgesetzt.
Das Kochbuch „Natürlich vegan“ bietet Veganern eine Vielzahl von neuen Rezeptideen, die eine abwechslungsreiche und ausgewogene Speiseplangestaltung ermöglichen. Doch auch Nichtveganer können mit dem Buch von Clarissa v. Reinhardt und Petra Schmidt leckere Gerichte mit einem hohen Sättigungsgrad zaubern. In allen vorgestellten Rezepten wird vollkommen auf tierische Zutaten verzichtet und dennoch eine kulinarische Reise quer durch die Welt unternommen.
Rezept der Woche: Kürbis Suppe
Top 10 Rezepte
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